Enzyklopädie K bis R

KKK

Kiesbett

Spezielle mit Kies gefüllte Auslaufzone neben der Strecke. Der Kies soll die Autos dabei bei einem Abflug von der Strecke einbremsen und möglichst schnell zum Stehen bringen. Mittlerweile werden die Kies- oder Rasenflächen an den Strecken jedoch immer mehr von Asphaltauslaufzonen ersetzt.

Kohlefaser

Leichter, jedoch sehr belastbarer und teurer Verbundfaser-Werkstoff. Eigentlich für die Raumfahrt entwickelt, wird heute vor allem das einteilige Chassis aus Kohlefaser hergestellt.

Kerb

Aus dem englischen stammender begriff für Randstein. Im Rennsport werden die meist farbig abgesetzten und mehr oder weniger flachen Randsteine so genannt, die den Pistenrand vor allem in Kurven markieren.

LLL

Leitplanken

Mit Einführung der Leitplanken in den Rennsport hat sich die Sicherheit sowohl für Fahrer als auch für die Zuschauer wesentlich erhöht. In den Anfängen der Formel 1 wurden Bäume, Mauern oder andere Hindernisse oft nur mit wenigen Strohballen abgedeckt. Heute werden auf allen Rennstrecken speziell entwickelte Leitplanken montiert, die auch einem Aufprall von 300 km/h standhalten.

Lichtmaschine

Stromaggregat im Auto, das meist von einem Keilriemen angetrieben wird, und für den nötigen Strom sorgt. Im Rennsport wurde oft auf eine Lichtmaschine verzichtet. Man musste den Strombedarf mit kleinen Batterien und Akkus decken.

Launch Control

Die Startkontrolle oder Startautomatik soll den Fahrern einen möglichst idealen Start ermöglichen, da sie ein Durchdrehen der Räder verhindert und sich der Fahrer komplett auf die Startampel konzentrieren kann. Nach unendlichem Hin und Her ist die Launch Control ab dem Silverstone GP 2003 wieder einmal verboten worden.

MMM

Marshalls

So heissen im internationalen Sprachgebrauch die Offiziellen und sonstige Helfer bei einem Rennen.

Magny - Cours

Rundstrecke in Frankreich.

 

Melbourne

Rundstrecke in Australien.

Missfire

Frei übersetzt bedeutet dieser englische Begriff Fehlfeuer. Gemeint sind damit Fehlzündungen des Motors, die zu Aussetzern führen.

Monococque

Aus dem Französischen stammende Bezeichnung für die einschalige Bauweise der Fahrerzelle eine Formel - 1 - Rennwagens. In den Anfängen dieser Bauweise wurden diese Fahrerzellen aus Leichtmetall gefertigt. Heute bestehen sie aus Kevlar, Kohlefasern und anderen Verbundstoffen.

Monoposto

Italienischer begriff, für einsitzige, offene Rennwagen, mit freistehenden Rädern.

Mousse-Reifen

Die Reifen-Hersteller haben ein System entwickelt, das den Reifen vor Druckverlust schützt. Bei Michelin heisst das System ATS, bei Pirelli EMI. Im Falle eines Reifenschadens entfaltet sich eine Schaumfüllung (Mousse), die den Reifen stabil hält. So kann der Fahrer ohne großen Zeitverlust die Prüfung beenden.

Muletto

So nennt man in Italien normalerweise einen kleinen Esel. In der Formel 1 wird so der Ersatzwagen genannt, der vor allem bei Tests herangezogen wird.

Motorhome

Überdimensioniertes "Wohnmobil", in welchem sich die Fahrer und Teamverantwortlichen an der Rennstrecke entspannen, trainieren, Pressetermine abhalten, Gäste empfangen, Strategiebesprechungen durchführen und mit Nahrung versorgen. Seit dem Jahr 2002 wartet Ron Dennis mit seinem West McLaren Mercedes Communication Center mit einem wahren Motorpalast in den Boxengassen auf…

NNN

Neustart

Die international verwendete Bezeichnung ist Re-Start. Ein Neustart ist dann erforderlich, wenn es beim ersten Start zu Unfällen gekommen ist, Fahrzeuge stehen bleiben, plötzlich starke Regenschauer eintreten, oder andere Gründe, die eine Weiterführung des Rennens nicht zulassen.

Norisring

Deutscher, temporärer Stadtrundkurs in Deutschland.

 

Nomex

Das Material, das die Piloten vor dem Feuer schützt. Unterwäsche, Kapuze, Strümpfe, Overall, Handschuhe - alles aus Nomex! Der Overall muss in einem 700 Grad heißen Benzinfeuer zumindest 12 Sekunden Schutz bieten.

OOO

On-Board-Kamera

Eine oder mehrere an den Boliden angebrachte Kameras sorgen für spektakuläre Bilder aus dem Cockpit des Piloten, von der Spitze des Frontflügels oder auch rückblickend auf den Heckflügel und die Verfolger.

Overall

Feuerfester Rennanzug aus Nomex, um die Überlebenschancen der Piloten bei Bränden zu vergrössern.

Oversteering

Englische Bezeichnung für Übersteuern.

PPP

Parc fermé

Abgesperrter Bereich, in dem die Rallyeautos kurz vor und nach der Rallye sowie zwischen de Etappen geparkt werden. Beim Rundstreckenrennen werden die Fahrzeuge in der Regel nach dem Zieldurchlauf im Parc fermé abgestellt. Den Parc fermé dürfen nur die Fahrer zu bestimmten Zeiten sowie einige Offizielle betreten.

Prizegiving

Engl. Begriff für Siegerehrung.

Puncture

engl. Begriff für Reifenschaden.

Pace Car

Bezeichnung für den Führungswagen, den die Rennleitung einsetzt, wenn die Rennstrecke nicht frei und ohne Gefahren befahrbar ist. Ein solcher Fall kann nach einem Unfall, oder größeren Ausrutschern, oder auch bei plötzlich auftretendem starkem Regen. Der Wagen warnt mit gelben Blinklichtern, und fährt solange vor dem Feld, bis das Rennen wieder freigegeben worden ist.

Paddock

So nennt man in England das Fahrerlager.

Parc Fermè

Diese französische Bezeichnung ist international für einen abgesperrten Platz neben einer Rennstrecke gebräuchlich, auf dem nach einem Rennen die drei erstplatzierten Wagen abgestellt werden müssen. Niemandem ist es ohne besondere Genehmigung erlaubt, sich den dort abgestellten Wagen zu nähern. So kann die Technische Kommission jederzeit die Siegerwagen kontrollieren, wenn irgendwelche Proteste auftreten.

Pit

Internationaler Begriff für Box.

Pit Stop

International verwendeter Begriff für einen Boxenstop.

Pitlane

International verwendeter Begriff für Boxengasse.

Pole Position

Damit ist der erste Startplatz genannt.

Pull Rod

Englischer Begriff für eine Aufhängungsanordnung mit Zugstreben.

QQQ

Qualifying

Die Startreihenfolge zu Rennläufen wird im Zeittraining, dem so genanten Qualifying ermittelt. Dies gilt für die Rundstrecke, aber auch Disziplinen wie Rallycross.

Querbeschleunigung

Das ist die Beschleunigung, mit der ein in der Kurve fahrendes Auto nach aussen getrieben wird.

RRR

Rallycross

Eine Disziplin zwischen Renn- und Rallyesport, die 1967 für das Fernsehen erfunden wurde. Auf teils befestigten, teils unbefestigten Rundkursen werden kurze Heats gefahren.

Regenreifen

Seit den Anfängen der Formel 1 weiß man, dass das Wetter rennentscheidend sein kann. In den Anfangsjahren, als die Rennreifen noch schmal und profiliert waren, war das Aquaplaningproblem noch nicht so gross. Mit zunehmender Reifenbreite und Einführung der Slicks wurden die Wagen immer unkontrollierbarer, was dazu führte, das die Reifenhersteller zusätzlich auch Regenreifen entwickelten, mit denen es immer noch möglich ist weitgehend kontrollierbar zu fahren.

Rennabbruch

Ob ein Rennen abgebrochen werden muss, entscheidet allein die Rennleitung. Diese weist in einem solchen Fall ihre Streckenposten an, die rote Flagge zu schwenken, und somit den Fahrern zu signalisieren, entweder in die Box oder zurück in die Startaufstellung zu fahren.

Rennarzt

Für viel  Fahrer ist der Rennarzt vor dem Start der wichtigste Mann, wenn man einen kleinen Unfall hatte, denn nach jedem Unfall entscheidet der verantwortliche Arzt, ob der Fahrer weiterfahren darf oder nicht. Er ist auch der erste, der den Fahrer nach einem Unfall behandeln darf. Zur Zeit übernimmt Sid Watkins diese Aufgabe

Renndistanz

Als Renndistanz bezeichnet man die Rundenzahl und die sich daraus ergebende Strecke in Kilometern. Heutzutage muss diese Distanz zwischen 305 und 310 Kilometern liegen, oder das Rennen darf nicht länger als 2 Stunden dauern.

Rillenreifen

Längsrillen, welche die Kurvengeschwindigkeiten verringern und damit die Autos sicherer machen sollen.

Rücklicht

Von der FIA festgelegter Entschluss, damit nachfolgenden Fahrern bei Regenfahrten signalisiert werden soll, wo sich der Gegner befindet.

Roll-Out

Die erste Ausfahrt eines neuen Boliden wird als Roll-Out bezeichnet. Hierbei kann es durchaus vorkommen, dass der Wagen noch nicht in seinem endgültigen - technischen wie farblichen - Gewand erstrahlt.



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