Enzyklopädie A bis J
AAA
Abnahme
Technische Überprüfung des Fahrzeugs sowie die Prüfung der Fahrer-, Beifahrer- und Fahrzeugpapiere vor dem Start.
Abtrieb
Eine senkrecht nach unten gerichtete aerodynamische Kraft, die durch Flügelprofile an Front und Heck des Fahrzeugs erzeugt werden kann. Ziel ist es, durch Abtrieb die Bodenhaftung des Fahrzeugs zu verbessern.
Allradantrieb
Rallyeautos verteilen ihre Kraft auf alle vier Räder.
Anstellen
(Rallye). Querstellen des Rallye-Autos für die schnellere Durchfahrt einer Kurve (siehe auch Cutten).
Aufschrieb
(Rallye). Im Aufschrieb (auch Gebetbuch oder Notes genannt) hält der Beifahrer jede Passage einer Wertungsprüfung schriftlich fest. Den Aufschrieb erstellen Fahrer und Beifahrer gemeinsam im Training. Der Aufschrieb wird in einem Ringbuch (meistens DIA A5-Format) festgehalten, die Spiralbindung muss sich lösen lassen, um die Blätter eventuell bei einer späteren Rallye in einer anderen Reihenfolge zusammenfügen zu können. Es gibt wahrscheinlich so viele verschiedene Aufschrieb -Systeme wie Rallye-Piloten. Im deutschsprachigen Raum teilen viele Teams die Kurven von 1 (langsam) bis fünf (schnell). Die Finnen nutzen Beschreibungen von langsam bis schnell. Franzosen klassifizieren Kurven anhand von Kurven-Radien. Bei allen Aufschrieb -Systemen werden die Distanzen zwischen den Kurven in Metern angegeben.
Airbox
Durch die an der Vorderseite der Motorabdeckung über dem Kopf des Fahrers befindliche Airbox wird der Motor mit Luft gekühlt und dadurch die Leistung erhöht.
Ayent - Anzeré
Rennstrecke im Kanton Wallis (SUI) für Bergrennen der Schweizer Rennsportszene. Ayent und Anzeré sind die Ortschaften von Start und Ziel.
BBB
Black Box
Die Black Box, auch ECU (electronic control unit), zeichnet wie bei einem Flugzeug auch wichtige Daten zur späteren Auswertung auf und steuert die wichtigsten elektronischen Systeme des Boliden.
Bordkarte
(Rallye). Ein meist DIN-A6-großes mit Spiralbindungen gehaltenes Heft, auf dem sämtliche bei der Rallye gefahrenen Zeiten für die Auswertung festgehalten werden. Die letzte Seite verbleibt im Heft und wird am Ende der Sektion an der Zeitkontrolle abgegeben, die erste Seite bekommt die Zeitkontrolle und den ersten Durchschlag (also die mittlere Seite) das Team.
Breitensport
Motorsport-Engagement von Profis, Halbprofis oder Amateuren. In Deutschland gibt es eine Fülle von attraktiven Breitensport-Serien.
Bridgestone
Japanische - Reifenfirma die mehrere Rennsportkategorien beliefert.
Briefing
International verwendeter Begriff für Fahrerbesprechung
Bremsplatten
Blockiert ein Rad beim Anbremsen häufiger, entsteht eine flache Stelle auf dem Reifen, die oft zu starkem Holpern des Rades führt, oder gar zum Ausfall aufgrund eines Drehers oder Ausrutschers führen kann.
CCC
CAD (Computer Aided Design)
CAD ist ein in der Automobilindustrie weit verbreiteter Computer unterstützter Design-Prozess.
Chassis
Aus dem französischen stammendes, heute international gebräuchliches Wort für Fahrwerk oder Fahrgestell.
Cockpit
Position des Piloten und des Copiloten im Rennfahrzeug, versehen mit Instrumenten, Sicherheitsgurt und Airbag.
Corner
Englische Aussprache für Kurve, in den meisten Motorsportklassen gebräuchlich.
Concorde Agreement
Dies ist das Abkommen, das die FIA und die FOCA Anfang der 80er Jahre schlossen. Vorausgegangen war ein Streit zwischen dem Weltverband des Motorsports und der Formel - 1 - Konstrukteursvereinigung, der beinahe das Ende der Formel 1 bedeutet hätte. Man einigte sich auf eine Regelung, bei der alle Formel - 1 - Teams gemeinsam bei bestimmten Regeländerungen zustimmen müssen.
Curbs
Die in den meisten Fällen rot -weiss oder weiss -blau lackierten Randsteine, welche die Strecke von den umliegenden Kiesbetten, Rasenflächen oder Asphaltzonen abgrenzen.
Cutten
(Rallye). Schneiden einer Kurve auf der Ideallinie. Die Rallye-Teams achten während des Abfahrens der Wertungsprüfungen vor der Rallye besonders auf Kurven, bei denen dies möglich ist – denn hier können entscheidende Zeitvorteile herausgefahren werden.
DDD
Data Recording
Englische Bezeichnung für Datenaufzeichnung. Eine wichtige Basis für die Telemetrie.
Differenzial
Technisches Bauteil des Fahrwerks, dass die Verteilung der Antriebskräfte auf die Räder steuert. Eine gute Einstellung des Differenzials verhindert das Durchdrehen der Räder.
Diffusor
Der Diffusor ist der hintere Teil des Fahrzeugunterbodens, welcher einen grossen Einfluss auf die Bodenhaftung ausübt.
Disqualifikation
In mehreren Punkten des Reglement werden die Möglichkeiten definiert, nach denen eine Disqualifikation eines Fahrers, aber auch eines Teams oder bestimmter Einzelpersonen ausgesprochen werden kann.
Downforce
Englische Bezeichnung für Abtrieb. Der Gradmesser für die Durchzugskraft eines Motors, seine Elastizität und das Beschleunigungsvermögen im Auto. Basis ist der Verbrennungsdruck im Motor, der über die Kolben und Pleuel auf die Kurbelwelle wirkt. Am effektivsten ist er, wenn der Füllungsgrad optimal und die Verbrennung am wirksamsten ist. Dies ist nicht bei der Höchstdrehzahl der Fall, sondern wenig darunter
Drehmomen
Der Gradmesser für die Durchzugskraft eines Motors, seine Elastizität und das Beschleunigungsvermögen im Auto. Basis ist der Verbrennungsdruck im Motor, der über die Kolben und Pleuel auf die Kurbelwelle wirkt. Am effektivsten ist er, wenn der Füllungsgrad optimal und die Verbrennung am wirksamsten ist. Dies ist nicht bei der Höchstdrehzahl der Fall, sondern darunter.
Dreiecksquerlenker
Diese auch im Bau von normalen Serienwagen verwendete Form der tragenden Teile der Radaufhängung werden so bezeichnet, weil sie in der Draufsicht dreieckig aussehen.
Drift
Das kontrollierte Querrutschen des Autos über alle vier Räder in extrem schnellen Kurven.
Drive-by-wire
Hinter diesem englischen Begriff verbirgt sich das "seillose Gaspedal" der Formel - 1 - Wagen. Hierbei wird die Stellung des Gaspedals mittels eines Sensors exakt gemessen und elektronisch auf die Drosselklappen des Motors übertragen. Nach einem kurzen Verbot, wurde es in der Saison 1995 wieder erlaubt.
EEE
Einzelradaufhängung
Fahrwerkskonstruktion, bei der die Räder einer Achse unabhängig voneinander geführt werden und einzeln mit dem Chassis verbunden sind.
Estoril
Rundstrecke in Süd - Portugal (Südlichster Punkt Europas).
Etappe
(Rallye). Teil einer Rallye, in der Regel ein Wettbewerbstag. WM-Rallyes haben normalerweise drei Etappen, Rallyes in der Deutschen Meisterschaft zwischen einer und zwei Etappen.
Ersatzwagen
Dieser auch T-Car genannte Wagen steht jedem Team zur Verfügung, wenn eines der beiden anderen Autos ausfällt, oder beschädigt wird. Seit 1995 ist nur noch ein Ersatzwagen pro Team erlaubt. Während des Rennens ist der Einsatz eines solchen Wagens nur dann erlaubt, wenn ein Startabbruch erfolgte, und somit einen Neustart zur Folge hat.
FFF
Fahrerbesprechung
Die Fahrerbesprechung am Renntag, international Briefing genannt, ist Bestandteil des Renntages und im Sportlichen Reglement, Punkt 107 beschrieben. Sowohl Fahrer als auch Teammanager der für das Rennen qualifizierten Teams müssen eine Stunde nach Abschluss des Warm Up zusammenkommen, um die letzten Einzelheiten zu besprechen.
Fahrerlizenz
Jeder Fahrer der an einem Rennen teilnehmen möchte, benötigt eine Fahrerlizenz. Diese ist nur in Verbindung mit einem Führerschein gültig. Für die Formel 1 ist die Superlizenz eingeführt worden.
FIA
Fédération Internationale de l´Automobile (FIA) im schweizerischen Genf, die als internationaler Dachverband die weltweite Motorsporthoheit ausübt.
Finish
Das Ende einer Rallye oder eines Rennens signalisiert mit der karierten Flagge. Danach folgt die Siegerehrung. Bei einer Rallye ist das Ziel in der Regel auf einer Zielrampe.
Flaggensignale (mehr über dieses Thema)
Die wichtigsten Flaggensignale bei einem Formel - 1 - Rennen sind: Schwarz-Weiss-Karierte geschwenkt - Beginn und Ende des Rennens Grün - freie Fahrt Rot - Rennabbruch Blau - Konkurrent will überholen Gelb - Gefahr, Überholverbot Gelb, mit rosa Längsstreifen - Achtung, rutschige Piste Schwarz und Startnummer - entsprechendes Fahrzeug muss stoppen Schwarz, mit orangem Punkt und Startnummer - entsprechendes Fahrzeug muss wegen eines technischen Defektes an die Box.
Fliegender Start
Dies ist eine Startvariante, bei der die Rennwagen zunächst in die Einführungsrunde gehen, wobei ein Pace-Car das Fahrerfeld anführt. Sobald dieses das Zeichen gibt, und seitlich von der Rennstrecke verschwindet, wird der Start aus der Bewegung freigegeben. Diese Startvariante ist nur in besonderen Fällen vorgesehen, beispielsweise bei starkem Regen.
Fliehkraft
Die Fliehkraft ist dafür verantwortlich, dass ein Auto in einer Kurve nach aussen gedrängt wird. Sie wirkt, wenn Materie ihre Bewegungsrichtung ändert.
FOCA
Abkürzung für "Formula One Constructor´s Accociation". Diese im Jahre 1971 gegründete Vereinigung der Formel - 1 - Konstrukteure, deren Chef Bernie Ecclestone ist, entscheidet über nahezu alles, was die Formel - 1 interessant macht: Starterfeld, Termine, Preisgelder, TV-Rechte und die gesamte Vermarktung.
Freies Training
An zwei Tagen vor dem Rennen haben die Fahrer Zeit, sich auf die Qualifikation und das Rennen vorzubereiten.
Formel Sport
Rennklassen mit einsitzigen Fahrzeugen (z.B.: Formel 1, Formel 2)
Frontflügel
Dieses aerodynamische Hilfsmittel an der Front der Boliden dient dazu, die Wagen während der Fahrt, vor allem in Kurven, fester auf den Boden zu drücken, um so eine möglichst hohe Kurvengeschwindigkeit zu erreichen.
GGG
Grid-Girl
Vom Hauptsponsor eines Rennens angagierte Frauen die mit einer Tafel den Fahrern und Zuschauern den Startplatz anzeigt.
Grip
Hiermit ist die Fähigkeit gemeint, die Kraft des Motors auf die Fahrbahn zu übertragen. Bei mechanischem Grip ist das Chassis in seiner Gesamtkonstruktion und dann die Haftfähigkeit der Reifen gemeint. Aerodynamischen Grip nennt man den Abtrieb
Ground - Effect
Aus dem englischen stammender Begriff für Ansaugeffekt.
Gruppe N
In der Gruppe N kommen seriennahe Fahrzeuge zum Einsatz. Im Gegensatz zur Gruppe A müssen bestimmte Teile des Fahrzeugs nicht verändert oder nur in einem bestimmten Rahmen werden. In der Rallye-WM ist in der Gruppe N ein Air - Restriktor (Luftmengenbegrenzer) mit 32 Millimeter Durchmesser vorgeschrieben (in der Gruppe A sind es 34 Millimeter).
Gurnigel
Rennstrecke im Kanton Bern (SUI) für Bergrennen der Schweizer Rennsportszene. Gurnigel bezeichnet eine Ortschaft.
HHH
Handling
Aus dem Englischen stammender Begriff, welcher das Fahrverhalten von Rennwagen beschreibt.
Hairpin
Englisch für Haarnadel, im Rennsport ein Begriff für eine sehr enge Kurve.
Hattrick
Unter dieser Bezeichnung versteht man im Rennsport: Pole-Position, Sieg und schnellste Runde in einem Rennen.
HANS System
Das HANS (Head And Neck Support) ist ein Sicherheitssystem, das Rennfahrer vor starken Verletzungen im Kopf- und Halsbereich schützt. Ein Kohlefaserkragen umgibt den Nacken des Piloten und wird unter den Sicherheitsgurten fixiert. Vom HANS führen zwei kleine Gurte zum Helm des Fahrers. Damit wird der Helm des Piloten im Falle eines Aufpralls aufrecht gehalten und die auftretenden Kräfte werden zum Nacken abgeleitet, anstatt auf Hals und Wirbelsäule zu wirken. Das HANS -System ist in einigen Rennserien, wie z. B. Champcar und DTM, seit mehreren Jahren vorgeschrieben.
Heckflügel
Diese aerodynamischen Hilfsmittel dienen dazu, das Heck eines Rennwagens während der Fahrt auf den Boden zu drücken, um so die Motorenkraft über die Räder besser wirken zu lassen. Im Zusammenhang mit den Frontflügeln sollen sie den Anpressdruck erhöhen.
Hemberg
Rennstrecke im Kanton St. Gallen (SUI) für Bergrennen der Schweizer Rennsportszene. Hemberg bezeichnet eine Ortschaft.
III
Ideallinie
Das ist die Linie einer Rennstrecke, auf der der Kurs am schnellsten durchfahren werden kann. Zur Ideallinie gehört heutzutage auch, dass auf ihr der Belag meist am saubersten, und somit relativ rutschfest ist.
Intercom
(Rallye). Im Helm integrierte Sprechfunkverbindung zwischen Fahrer und Beifahrer.
Intermediate-Reifen
Speziell für Witterungs-Mischbedingungen konzipierte Reifen. Sie werden meist auf feuchtem Untergrund eingesetzt, da Trockenreifen zu wenig Halt bieten und Regenreifen nur auf nasser Fahrbahn überdauern.
INDYCAR
US-Amerikanische Rennserie auf Hochgeschwindigkeits-Ovals und Stadtkursen.
ISC
Häufig verwendete Abkürzung für "International Sporting Code", wie das Originaldokument des Internationalen Regelwerks der FIA heisst. Hier sind alle Regeln für den Motorsport enthalten.
JJJ
Judd John
Britischer Motorenhersteller, der jedoch längst nicht mehr in der Formel 1 an den Start geht. Trotzdem antizipierten die Aggregate von John Judd an fast 70 F1-Grand Prix.
Rennstrecken:
Melbourne (AUS)
Monza (ITA)
Spa (BEL)
Indianapolis (USA)
Le Mans (FRA)
Interlagos (BRA)
Monaco (MON)
Übersicht
Historie Rennstrecken:
Aintee (GBR) 1955-62
Avus (GER) 1959
Bremgarten (SUI) 1950-54
Clermont (FRA) 1965-72
Dallas (USA) 1984
Detroit (USA) 1982-88
Las Vegas (USA) 1981-82
Montjuïc (ESP) 1969-75
Nivelles (BEL) 1972-74
Nürburgring (GER) 1951-76
Pescara (ITA) 1957
Reims (FRA) 1950-66
Riverside (USA) 1960
Rouen (FRA) 1952-68
Übersicht
Fahrer
Tom Lühti
Michael Schumacher
Jenson Button
Lewis Hamilton
Sebastian Vettel
Sebastien Loeb
Marcel Fässler
Übersicht
Hist. Fahrer
Clay Regazzoni
Ayrton Senna
Juan-Manuel Fangio
Michele Alboreto
Mario Andretti
Graham Hill
Niki Lauda
Jo Siffert
Jochen Rindt
Rick Mears
Alain Prost
Alan Jones
Dan Wheldon
Nelson Piquet
Übersicht
F1-Geschichte
Saison 1950
Saison 1960
Saison 1970
Saison 1980
Saison 1990
Saison 2000
Saison 2011
Übersicht
Video Auswahl
Eine Runde in Monaco
Eine Runde Nordschleife
Der alte Hockenheimring
Der alte Österreichring
Unvergessen: P. Newman
Unvergessen: C. Regazzoni
Unvergessen: A. Senna
Gerhard Berger in der F1
Die Turbo-Ära in der F1
Die Legende Le Mans
S. Loeb, Rallye Frankreich 2010
Rallye Monte Carlo 2012
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Übersicht
(c) rennstreckenderwelt.ch 2012












